Rund 100 Klassensprecher*innen aus Neustadt in Holstein haben am Dienstag, den 30. September, bei einer schulartübergreifenden Konferenz die Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) kennengelernt. Unter dem Motto »Was machen die denn da?« standen in der Mensa der Jacob-Lienau-Schule Erfolge, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen der jungen Parlamentarier*innen im Mittelpunkt.
Zum Auftakt wurde eine große Umfrage zum Thema »Demokratisierung des Lernens in Schule« durchgeführt – ein Fragebogen der Bertelsmann-Stiftung, den die Schüler*innen verschiedener Jahrgänge gemeinsam ausfüllten, wobei die Älteren den Jüngeren halfen. Die nicht repräsentative Befragung sollte ein Stimmungsbild geben: Wie viel Mitbestimmung ist an Schulen möglich? Wie stark ist Beteiligung im Unterricht, bei Prüfungen oder im Schulleben verankert?
Nach diesem Denkanstoß sammelten die Teilnehmenden erste Ideen zur Frage »Was glaubt ihr, kann und macht ein Kinder- und Jugendparlament?« Dabei zeigte sich ein sehr unterschiedliches Wissen über die Arbeit des KiJuPas in Neustadt: Viele konnten treffend beschreiben, wofür sich das Parlament einsetzt und wie es arbeitet, andere hatten bislang nicht einmal davon gehört.
Im Anschluss stellte sich ein vierköpfiges Team aktueller KiJuPa-Mitglieder den Fragen der Moderierenden Sebastian Bertram und Ragna Riensberg, die das Projekt »Was machen die denn da?« im Rahmen des Kinder- und Jugendnetzwerks Neustadt in Holstein e. V. (KJN) begleiten. Die Jugendlichen berichteten, was sie im KiJuPa erlebt und gelernt haben – von der Umsetzung kleiner Projekte bis zur Erfahrung, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten. Ihre Antworten machten deutlich: Das KiJuPa ist eine »Schule fürs Leben«, in der junge Menschen lernen, für ihre Themen einzutreten, zu verhandeln und mit bislang unbekannten Ansprechpartner*innen aus Verwaltung und Stadtgesellschaft in Kontakt zu treten, Mails zu verfassen und Telefonate zu führen.
In Tischgruppen tauschten sich die Klassensprecher*innen anschließend über die Frage aus: »Was wäre euer persönliches Motiv für eine Kandidatur?«. Die Antworten reichten von dem Wunsch nach mehr Freizeitangeboten, Umweltprojekten und Begegnungsorten für Jugendliche bis hin zu ganz konkreten Alltagsanliegen wie besseren Busverbindungen oder überdachten Fahrradständern. Einige Interessierte nutzten die Gelegenheit, ihre Motivation in kurzen Pitches zu präsentieren. Rasch wurde deutlich, in welchen Bereichen sich das KiJuPa aktiv einbringen kann und wo die Grenzen jugendlicher Mitbestimmung für ein solches Gremium liegen.
Unterstützt wurde das KiJuPa-Team von Coachin Barbara Dahlke-Neils, die das Gremium begleitet und berät. Sie nutzte die Gelegenheit, um für die bevorstehenden KiJuPa-Wahlen am 19. und 20. November 2025 zu werben. Wer Lust hat, in Neustadt etwas zu bewegen, kann sich noch bis zum 13. Oktober als Kandidatin oder Kandidat bewerben. Infos und Unterlagen gibt es unter www.neustadt-jugend.de.
Das Projekt »Was machen die denn da?“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!« gefördert.
Foto: Sibylle Bekter

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