Wie sieht ein guter Ort zum Leben aus? Welche Wünsche haben Kinder, Jugendliche, junge Eltern oder ältere Menschen an ihre Stadt – und was braucht es, damit aus einer Idee ein konkretes Vorhaben werden kann? Unter dem Motto „Wünsche an die Kommunalpolitik“ lädt das Projekt Was machen die denn da? am Montag, den 15. Dezember, von 17 bis 18 Uhr zu einer offenen Bürgersprechstunde ins Wintertreff-Zelt auf dem Marktplatz ein. Die Aktion des Kinder- und Jugendnetzwerks Neustadt in Holstein e. V. (KJN) wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ unterstützt.
Bereits Anfang Dezember testete das Projektteam das Format – ohne Ankündigung, bewusst niedrigschwellig, mitten im Laufpublikum des Wintertreffs. Innerhalb einer Stunde kamen einzelne Besucherinnen und Besucher ins Gespräch, notierten Wünsche auf Post-its und hefteten sie an eine Stellwand. Genannt wurden vor allem Anregungen rund um öffentliche Räume und Angebote für Kinder und Familien: der Wunsch nach gut ausgestatteten Sport- und Spielmöglichkeiten und der Bedarf an weiteren Hortplätzen. Vor Ort sprachen Margit Giszás (SPD) sowie die Projektmacher Ragna Riensberg und Sebastian Bertram mit Zeltbesuchern.
Die kleine spontane Resonanz zeigte, wie schnell Beteiligung entstehen kann, wenn man einen offenen Platz für Wünsche schafft. Am 15. Dezember wird das Format mit noch mehr politischer Beteiligung fortgeführt. Ab 17 Uhr stehen Bürgervorsteher Heinrich Anton Holtfester, Dirk Vowe (CDU), Ute Behrens (SPD), Mirco Stein (Bündnis 90/Die Grünen) und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik für Gespräche bereit. Besucherinnen und Besucher können sich dazusetzen, Fragen stellen, Beobachtungen teilen oder Wünsche auf Post-its formulieren. Etwa alle 15 Minuten wechseln die politischen Gesprächspartner die Tische und ermöglichen so unterschiedliche Begegnungen.
Die Adventszeit lädt traditionell dazu ein, Wünsche zu äußern – doch Wünsche an die Politik funktionieren nicht wie Wunschzettel. „Echte Wünsche brauchen echte Gespräche“, betont Sebastian Bertram. „Menschen brauchen das Verständnis dafür, wo Politik handeln kann, wo Grenzen liegen und welchen Beitrag jede und jeder selbst leisten kann, damit aus einer Idee gemeinsame Wirklichkeit wird.“ Das Projekt Was machen die denn da? schafft Räume, in denen vor allem junge Menschen mit politischen Themen in Kontakt kommen – durch schulartübergreifende Klassensprecher*innenkonferenzen und Beteiligungsaktionen im öffentlichen Raum. Ziel ist es, Beteiligung leichter zugänglich und politische Prozesse unmittelbar erfahrbarer zu machen.







